Auf den Pfaden der Gard-Region, den Dolmen begegnen, die seit fünftausend Jahren über unsere Garrigues wachen
Haben Sie schon einmal Ihre Hand auf einen Stein gelegt, der Zeuge von fünftausend Jahren Geschichte ist? Diese einfache Geste hat etwas Beunruhigendes und zutiefst Menschliches. Hier in unserer Region des Gards ist dieses Erlebnis nur einen kurzen Spaziergang entfernt.
Denn unsere Gegend birgt ein Geheimnis, das nur wenige Besucher ahnen, wenn sie durch die Tore des Schlosses schreiten: Das Buschland, die Hügel und Täler, die uns umgeben, sind übersät mit Dolmen – Megalithdenkmälern, die von Menschen der Jungsteinzeit errichtet wurden, lange vor der Erfindung des Rades, der Schrift - und der Boutique-Hotels. Sie erinnern uns daran, dass der Luxus der Einfachheit nichts Neues ist.
Aber was genau ist ein Dolmen? Stellen Sie sich grosse, raue Steinplatten vor – manchmal mehrere Tonnen schwer –, die senkrecht aufgestellt wurden, um einen imposanten horizontalen Deckstein zu tragen. Eine Art Grabkammer unter freiem Himmel, die über Jahrtausende hinweg als Gemeinschaftsgrabstätte diente. Das Wort selbst leitet sich von den bretonischen Wörtern „dol“ (Tisch) und „men“ (Stein) ab. Einfach. Einleuchtend. Und doch bleibt die Frage, die sich jeder stellt, wenn er vor einem solchen steht, dieselbe: Wie ist er entstanden?
Niemand weiss es wirklich. Und genau diese Art von Geheimnis macht diesen Spaziergang durch unsere Region so besonders.
Im Departement Gard finden sich fast zweihundert Megalithdenkmäler – eines der dichtesten Kulturerbe-Vorkommen in Südfrankreich. Rund um das Château de Montcaud, in einem Umkreis von etwa 30 Kilometern, lohnen sich mehrere Stätten für einen Besuch.
In der Nähe von Lussan (etwa zwanzig Autominuten entfernt) offenbart die Kalkstein-Buschlandschaft mehrere Dolmen, die zu Fuss erreichbar sind. Das Dorf selbst thront auf einem Felsvorsprung und gibt einen Blick bis zu den Cevennen frei. Perfekt für einen Zwischenstopp, um sich vor oder nach Ihrer Wanderung zu entspannen.
Weiter nördlich im Cèze-Tal, in Richtung Barjac, schlängeln sich die Wege durch Steineichenwälder und offenbaren manchmal, fast unerwartet, eine Megalithkammer, die dort seit Anbeginn der Menschheit steht. Es gibt nichts Vergleichbares zu diesem Gefühl, um die Hektik des Alltags relativieren zu können.
Auch in Verfeuil, nur wenige Kilometer von Sabran entfernt, wartet ein unscheinbarer Dolmen auf diejenigen, die wissen, wo sie suchen müssen. Unser Team kennt diese Strecken und zeigt Ihnen gerne den richtigen Weg, gibt Ihnen genaue Wegbeschreibungen und berät Sie zum richtigen Schuhwerk (und mehr!).
Was solche Ausflüge wirklich unvergesslich macht, ist die Atmosphäre. Ein Spaziergang zu einem Dolmen bedeutet, Landschaften zu durchqueren, die einst von den Römern, den Kelten und vor ihnen von Menschen der Jungsteinzeit beschritten wurden. Der Duft von Thymian und wildem Lavendel, das Zirpen der Zikaden im Sommer, das sanfte Nachmittagslicht auf den ockerfarbenen und grauen Steinen – all das trägt zu diesem besonderen Gefühl bei, als befände man sich ausserhalb der Zeit.
Dolmen gehören zu diesen unvergesslichen Entdeckungen.
Diese Region überrascht uns auch nach all den Jahren noch. Von jedem Ausflug kehren wir mit dem Gefühl zurück, etwas Neues entdeckt zu haben
So könnte der perfekte Tag aussehen:
Beginnen Sie den Morgen mit einem gemütlichen Frühstück in unserem Schlosspark und brechen Sie dann gegen 9 Uhr auf, um von den kühleren Temperaturen zu profitieren.
Zur Vormittagszeit erreichen Sie Ihr ausgewähltes Ausflugsziel und unternehmen einen Spaziergang in Ihrem eigenen Tempo und ganz nach Lust und Laune – je nach Route dauert dieser zwischen 1 und 3 Stunden.
Mittags picknicken Sie in der Garrigue oder Sie kehren nach Lussan oder Barjac zurück, um auf einer Restaurantterrasse zu Mittag zu essen.
Am Nachmittag schlendern Sie durch ein mittelalterliches Dorf… oder kehren einfach ins Château de Montcaud zurück, um sich am Pool eine wohlverdiente Pause zu gönnen.
Die Wege sind für jedermann zugänglich, auch für Kinder. Erwachsene werden von den unbeantworteten Fragen fasziniert sein, die diese alten Steine aufwerfen. Kinder werden es in erster Linie als ein wunderbares Abenteuer in der Garrigue erleben.
Eine der Dinge, die uns hier im Château de Montcaud am meisten berühren, ist, dass wir von einer so lebendigen und facettenreichen Region umgeben sind, ohne dass diese jemals künstlich inszeniert oder übermässig kommerzialisiert wird. Die Dolmen unseres Departements stehen nicht in Museen. Sie befinden sich in der Garrigue, am Ende eines Feldwegs, bewacht von Eidechsen und Wacholderbüschen. Frei zugänglich, still, geduldig.
Sie müssen nur noch Ihren Tag auswählen. Unser Team kümmert sich um den Rest: Karten, persönliche Beratung und eine Route, die auf die Jahreszeit und Ihre Wandererfahrung zugeschnitten ist.