Spaziergänge zwischen römischen Ruinen und zeitgenössischer Kunst
Eine Fülle an Schönheit, Auswahl und Möglichkeiten…genau das erwartet unsere Gäste, wenn sie zum ersten Mal die Karte unserer Region aufschlagen. Rund um das Château de Montcaud ist Kultur nicht nur eine Option unter vielen. Sie ist der rote Faden einer Region, die seit über zwei Jahrtausenden lebt, atmet und kreativ ist.
Beginnen wir mit dem, was einem sofort ins Auge fällt – oder besser gesagt: was einem den Atem raubt. Weniger als 30 Minuten vom Château entfernt erhebt sich der Pont du Gard, so wie er es schon seit dem ersten Jahrhundert n. Chr. tut: 50 Meter hoch, mit drei Reihen perfekter Bögen und der ungebrochenen Fähigkeit, einem angesichts des römischen Genies das Gefühl zu geben, winzig zu sein. Das UNESCO-Weltkulturerbe war einst Teil eines 52 Kilometer langen Aquädukts, das Uzès mit Nîmes verband. Heute ist es eines der meistbesuchten – und bewegendsten – Denkmäler Frankreichs.
In Nîmes, das weniger als eine Autostunde entfernt liegt, erwartet Sie das berühmte römische Amphitheater, das nach wie vor voller Leben ist und auch heute noch, genau wie vor zweitausend Jahren, Schauplatz von Veranstaltungen ist. Direkt gegenüber liegt das Museum römischer Kultur, das schon für sich genommen ein lohnendes Ausflugsziel ist. Seit dem 11. Juni 2026 beherbergt es in Zusammenarbeit mit dem Louvre eine aussergewöhnliche Ausstellung: «Römische Kunst aus dem Louvre: Eine Welt der Bilder». Die Ausstellung bietet die seltene Gelegenheit zu entdecken, dass römische Kunst niemals nur dekorativ war: Jedes Objekt, jedes Mosaik und jede Skulptur hatte eine bestimmte Bedeutung, Funktion und Botschaft.
Und dann ist da noch Orange, 30 Autominuten entfernt. Das dortige antike römische Theater gehört ebenfalls zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört und zählt nach wie vor zu den am besten erhaltenen der Welt. Neuntausend Plätze, eine monumentale Bühnenwand und eine Akustik, die nichts von ihrer Qualität eingebüsst hat. Übrigens lassen die «Chorégies d’Orange», das älteste Opernfestival Frankreichs, dort jeden Sommer weiterhin die grossen Stimmen erklingen.
Nur 40 Minuten vom Château entfernt liegt Avignon, eine Welt für sich. Der Palais des Papes, Europas grösster gotischer Palast, beeindruckt ebenso durch seine schiere Grösse wie durch seine exquisiten Details. Da ist die Saint-Bénézet-Brücke (dvner aus dem Kinderlied bekannte Pont d'Avignon), das Musée du Petit Palais mit seiner Sammlung von Werken aus der italienischen Renaissance sowie enge Gassen, in denen jeder Stein die Geschichte eines anderen Jahrhunderts erzählt. Und natürlich verwandelt das Festival von Avignon jedes Jahr im Juli die gesamte Stadt in eine Freiluftbühne.
Arles, etwas weiter südlich gelegen, präsentiert sich mit einem ganz anderen Charakter. Es ist die Stadt, die Van Gogh inspirierte, der Ort, an dem Frank Gehrys LUMA Foundation in einen Dialog mit römischen Ruinen tritt, und die Stadt, die dank des Festivals «Rencontres d'Arles» zur Welthauptstadt der Fotografie wurde. Es ist diese Mischung aus Antike und Moderne, die einfach einzigartig ist.
Die Kultur unserer Region beschränkt sich nicht nur auf die grossen Städte. Einige der eindrücklichsten Erlebnisse verbergen sich an eher unerwarteten Orten.
In Les Baux-de-Provence lassen Sie die «Carrières des Lumières» buchstäblich in die Kunst eintauchen. Im Jahr 2026 erobert Picasso die Kalksteinwände mit «Picasso, l’art en mouvement» – ein vierzigminütiges Erlebnis inmitten von über 450 Werken, gefolgt von einem kurzen Programm, das Frida Kahlo gewidmet ist. Die Bilder gleiten über die Wände, den Boden, die Decke … man betrachtet die Kunst nicht mehr nur, man steht mittendrin.
Dann gibt es noch ein Geheimnis, das wir besonders gerne mit unseren Gästen teilen: Anselm Kiefers Stiftung «Eschaton» in Barjac. Einer der grössten lebenden Künstler hat sein ehemaliges Atelier in ein vierzig Hektaren grosses Anwesen verwandelt, das über neunzig Kunsträume umfasst, die durch Wege, Tunnel und unterirdische Krypten miteinander verbunden sind. Es ist monumental, kontemplativ und zutiefst bewegend. Ein Ort, der mit keinem Museum vergleichbar ist, denn er ist keines.
Was unseren Standort so besonders macht, ist die weitläufige Landschaft, die uns umgibt: Uzès ist nur 25 Minuten entfernt, der Pont du Gard, Barjac und Orange gerade einmal 30 Minuten, Avignon 40 Minuten und Nîmes eine Stunde. Jeder Moment kann einen anderen Charakter annehmen – römisch am Morgen, zeitgenössisch am Nachmittag und provenzalisch am Abend bei Ihrer Rückkehr, wenn goldenes Licht das Schlossgelände umhüllt.
Wir sind kein Hotel, das Ausflüge veranstaltet. Wir sind ein Ausgangspunkt, von dem aus man nach eigenem Rhythmus und je nach Laune losziehen kann. Und jeden Abend kehrt man mit diesem herrlichen Gefühl zurück, etwas Neues entdeckt zu haben … und gleichzeitig etwas Vertrautes wiedergefunden zu haben.
Ist das nicht letztendlich der Luxus des Einfachen?