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Sericyneseide mit Goldinklusionen
Bambus im Park des Château de Montcaud
Seidenraupe in der Produktion von Sericyneseide
Alexander Colain, Gründungsvater des Château de Montcaud
Seidiges Finish im Salon des Château de Montcaud
Rohseide als Kunst über dem Bett
Das Labor von Sericyne in den Cevennen
Hauseigenes Parfüm: La vie devant soi

Auf der Seidenstrasse ins Château de Montcaud

Das Château de Montcaud wurde einst als Traum eines Seidenhändlers erbaut und ist eng mit der französischen Seidenindustrie des 19. Jahrhunderts verbunden. Die florierende Produktion bezog damals mehr als die Hälfte der Seidenkokons aus dem Nationalpark der Cevennen in der Nähe des Château de Montcaud. In den Dörfern rund um das Schloss stehen zahlreiche ehemalige «Magnanerien» – Brutstätten für Seidenraupen. Und auch in der Flora finden sich Zeitzeugen: sowohl Maulbeerbäume, welche in der Aufzucht von Seidenraupen verwendet werden sowie Bambuspflanzen, in deren Röhren Raupeneier aus Asien importiert wurden, zieren das Landschaftsbild der Gegend.

Seidige Geschichte

Alexandre Collain, der Gründervater von Château de Montcaud, kam als Seidenkaufmann zu großem Reichtum. Das Schlossgebäude selbst wurde als Wohnhaus der Familie erbaut, auf dem Anwesen rund um das Schloss richtete er eine Produktionsstätte ein. Bald nach der Fertigstellung des Baus wurde jedoch die Seidenraupenzucht in der Gegend durch eine virulente Epidemie allmählich zerstört. Während die Gründerfamilie weiterhin als Gastgeber im Schloss und als Wohltäter auftrat, verschwand die Seidenproduktion in der Region und mit ihr der Reichtum der Familie.

Geschmeidiges Dekor

Das Château de Montcaud würdigt seine seidene Geschichte sowohl in der Inneneinrichtung als auch in der Ausstattung des Parks. Im historischen Salon wurde die Tapete mit einem seidigen Finish überarbeitet, um den Eindruck zu erwecken, mit diesem exklusiven Material bedeckt zu sein. Ebenso verfügt jedes Hotelzimmer über eine große, gerahmte Seidentafel über dem Bett, die als einzigartige monochrome Kunstwerke ihre Wirkung entfalten.

Innovatives Revival

Gleichzeitig kündigt sich eine Wiederbelebung der französischen Seidenindustrie an: junge Firmen, wie das französische Start-up-Unternehmen Sericyne, wollen dieses Stück Geschichte zurück bringen und mit Innovation versehen. Sericyne beispielsweise verfügt über Know-how, Seide auf eine bahnbrechende Weise herzustellen. Diese ermöglicht es, den gesamten Lebenszyklus einer Seidenraupe zu nutzen, anstatt sie an der Stelle zu beenden, an der ein Kokon gesponnen worden ist. Daraus ergibt sich ein hochwertiges Material, welches sowohl in der Kunst, der Haute-Couture und der Innendekoration verwendet werden kann.

Exklusive Kunst

Ein solches exklusives Kunstwerk wird zukünftig an der Wand des Gourmetrestaurant des Château de Montcaud ausgestellt sein. Derzeit sind Tausende von Seidenraupen in einem kleinen Labor in den Cevennen am Werk, um ein einzigartiges Werk zu schaffen, welches am 13. April im Restaurant de Montcaud eingeweiht wird.

Der Duft der Seide

Am selben Abend lanciert die hauseigene Kosmetiklinie des Château de Montcaud ihr zweites Parfum. «Chapitre 2: Soupçon de soie» des Meisterparfumeurs Antoine Lie folgt Sonia Contants «Chapitre 1: La vie devant soi» als Duft, der einem magischen Ort und den Menschen um ihn herum gewidmet ist. Im «L’atélier français des matières» aus natürlichen Zutaten gefertigt (unter dem Etikett «Grand Crus» beispielsweise Iris pallida Frankreich, Teinture d’Ambre gris, Patchouli aus Aceh) versteht er sich als olfaktorische Interpretation der Seide. So wird der Faden, der in der reichen Geschichte des Schlosses seinen Anfang nimmt, weiter gesponnen.